Mein ganzes Leben habe ich mich darüber gewundert,
wie schlecht Dänen und Grönländer einander verstehen.
Das ist natürlich am schlimmsten für die Grönländer.
Es ist ungesund für den Seiltänzer,
wenn er von dem, der das Seil hält, missverstanden wird.
Smilla Jaspersen ist die Tochter einer Inuk und eines dänischen Arztes. Zerrissen zwischen ihrer grönländischen Herkunft und ihrem jetzigen Leben in Dänemark fristet Smilla Jaspersen als arbeitslose Mathematikerin und Gletschermorphologin ein isoliertes Dasein in einem Kopenhagener Wohnblock. Einzig zu Jesaya, einem Inuit-Junge im selben Haus, unterhält sie so etwas wie eine Beziehung.
Jesaya wäre fast gelungen.
Er hätte ankommen können.
Er hätte Dänemark aufnehmen
und sowohl-als-auch sein können.
Als Jesaya bei einem Sturz vom Dach des Hauses ums Leben kommt, ist sie die einzige, die hinterfragt, warum ein Junge mit Höhenangst überhaupt aufs Dach geht, und in den Spuren, die er im Schnee auf dem Dach hinterlässt, Anhaltspunkte dafür sieht, dass es sich keineswegs um einen Unfall handelt.
Verstehe. Es geht ja auch nur um einen Scheißgrönländer.
Während die Polizei den Fall bereits abgeschlossen hat, begibt sich Smilla auf die Suche nach Beweisen für ihre Behauptung und verstrickt sich, getrieben von ihrer Trauer, immer tiefer in ihre Spurensuche. So gerät sie immer mehr in die Schusslinie zunächst der dänischen Behörden, dann der Verantwortlichen, die hinter dem „Unfall“ stecken...
Mit Martina Flügge & Andreas Brendel
Regie/Bühne: Ralf Knapp
Kostüme: Bianca Oostendorp
Licht: Anke Thiessen
Premiere am 30. Oktober 2026
